Viele Ideen für ein besser vernetztes Weinsberg

Mehr als 83 Teilnehmende kamen am 22. Mai 2026 in der Hildthalle zur Auftaktveranstaltung des Projekts „Weinsberg vernetzt“ zusammen. Eingeladen hatte der Verein Wir in Weinsberg e. V., um gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Einrichtungen, Kirchen, Stadtverwaltung, Gewerbe und weiteren Engagierten zu überlegen, wie Austausch, Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung in Weinsberg und den Ortsteilen künftig besser gelingen können.

Die große Resonanz zeigte: Das Thema Vernetzung trifft in Weinsberg auf breites Interesse. Bürgermeisterin Birgit Hannemann begrüßte das Engagement und machte deutlich, dass die Stadt den Prozess begleitet. Moderiert wurde der Abend von Martin Keller-Combé von der IDEENwirkstatt. Im Mittelpunkt standen keine langen Vorträge, sondern das gemeinsame Arbeiten. Die Teilnehmenden sammelten auf Karten, was in Weinsberg bereits gut läuft, was verbessert werden könnte und welche Ideen es für die Zukunft gibt.

Als Stärken wurden unter anderem das große ehrenamtliche Engagement, die vielfältige Vereinsarbeit, die Sommerzone, Feste und kulturelle Angebote, das Freibad, der Markt als Treffpunkt, der Seniorenbus, Angebote für Kinder sowie bestehende soziale und nachbarschaftliche Initiativen genannt. Mehrfach wurde auch die engagierte Bürgermeisterin ausdrücklich als Stärke benannt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Angebote zwar vorhanden sind, aber nicht immer ausreichend sichtbar werden.

Häufig angesprochen wurden deshalb bessere Informationen, ein übersichtlicher Veranstaltungskalender, mehr Abstimmung zwischen Vereinen und Veranstaltern sowie eine bessere Übersicht über Ansprechpersonen, Räume und Mitmachmöglichkeiten. Auch Treffpunkte im Freien und in Räumen, Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene, die Einbindung von Neubürgerinnen und Neubürgern, Unterstützung im Alltag, Umwelt- und Naturschutz sowie Sauberkeit im Stadtbild spielten eine wichtige Rolle.

In einer zweiten Arbeitsphase wurden mehrere Themen vertieft. Dabei wurden Ansätze sichtbar, die im weiteren Prozess weiterverfolgt werden könnten: eine digitale Plattform oder Weinsberg-App, ein jährliches Abstimmungstreffen für Veranstaltungen und Ressourcen, eine Raumliste für niederschwellige Treffen, offene Begegnungsangebote, mehrjährige Blühflächen, Stadtputz-Aktionen, Bewegungsrunden im Freien, ein Schwätzbänkle oder Begegnungstisch, Angebote für Jugendliche sowie neue Formen der Zusammenarbeit im Bereich Tourismus und Kultur.

Die Auftaktveranstaltung war damit kein Abschluss, sondern der Beginn eines gemeinsamen Prozesses. Die gesammelten Themen bilden die Grundlage für die weitere Arbeit im Projekt „Weinsberg vernetzt“ – von der Ideenbörse bis hin zu möglichen Projektgruppen, in denen einzelne Vorschläge konkretisiert und erste Schritte vorbereitet werden können.

Das Projekt „Weinsberg vernetzt“ wird von der Allianz für Beteiligung e. V. und dem Staatsministerium Baden-Württemberg unterstützt. Die kostenlosen Getränke bei der Auftaktveranstaltung wurden durch eine Förderung im Rahmen des Aktionsförderprogramms Ehrentag 2026 der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) ermöglicht.