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Ideenbörse: Aus Themen wurden konkrete Arbeitsgruppen

Am Montag, 22. Juni, fand im Erhard-Schnepf-Haus die Ideenbörse im Projekt „Weinsberg vernetzt“ statt. Bei hochsommerlicher Hitze – auch am Abend lagen die Temperaturen noch bei etwa 30 Grad – war der Besuch sehr gut: Mehr als 30 Teilnehmende kamen zusammen, um die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung weiterzubearbeiten und aus ersten Ideen konkrete Arbeitsgruppen zu entwickeln.

Die Ideenbörse war bewusst nicht als reine Informationsveranstaltung angelegt. Sie sollte ein Arbeitsformat sein. Nach Begrüßung, Rückblick auf die Auftaktveranstaltung und Einführung in den Ablauf ging es vor allem darum, die vielen gesammelten Vorschläge so weiter zu konkretisieren, dass daraus selbstständig arbeitende Projektgruppen entstehen können.

Im Mittelpunkt standen drei Schritte: zunächst die Ideen im Überblick ansehen und priorisieren, dann einzelne Ideen ausarbeiten und schließlich überlegen, wie konkrete Umsetzungsschritte aussehen könnten. Damit wurde aus der breiten Sammlung der Auftaktveranstaltung ein Arbeitsprozess: Welche Themen sind besonders wichtig? Wo gibt es bereits gute Ansätze? Wer möchte weiter daran mitarbeiten? Und was kann realistisch als nächster Schritt angegangen werden?

Acht vorbereitete Themenfelder

Für die Ideenbörse wurden aus der Auswertung der Auftaktveranstaltung acht größere Themenfelder gebildet. Für jedes dieser Themenfelder wurde ein Thementisch angeboten. Dort konnten die Teilnehmenden entweder das gesamte Thema in den Blick nehmen oder sich bewusst einen konkreten Teilbereich herausgreifen.

Die vorbereiteten Themenfelder waren:

1. Informations-, Kommunikations- und Vernetzungsstruktur
Dazu gehörten unter anderem ein gemeinsamer digitaler Veranstaltungskalender, eine zentrale Übersicht über Vereine, Gruppen, Einrichtungen und Angebote, einheitliche Kommunikationswege für Weinsberg, eine mögliche Weinsberg-App oder Webseite als Vernetzungsknoten sowie analoge und digitale Informationswege über Stadtblatt, Plakate, Infoboards, Newsletter, WhatsApp oder Instagram.

2. Veranstaltungsplanung, Absprachen und Ressourcen
Hier ging es um regelmäßige Abstimmungstreffen von Vereinen, Einrichtungen und Stadt, frühzeitige Terminabsprachen zwischen Kernstadt und Teilorten, die gemeinsame Nutzung von Räumen, Material, Technik und Ausstattung sowie um gegenseitige Unterstützung bei Veranstaltungen.

3. Räume, Treffpunkte und Begegnungsorte
Dieses Themenfeld umfasste Raumlisten mit Zugang, Kapazität, Belegung, Kosten und Ansprechpersonen, Treffpunkte im Freien wie Sommerzone, Freibad, Markt oder Stadtsee/Park, niedrigschwellige Formate wie Schwätzbänkle, Begegnungstisch oder Bewegungsrunde sowie die Nutzung vorhandener Räume wie Backhaus, Hildthalle, Baukelter, Gemeindehaus, Jugendhaus und Vereinsräume.

4. Vereine, Ehrenamt und Mitmachmöglichkeiten
Im Mittelpunkt standen Sichtbarkeit der Vereine, eine Übersicht über mögliche Ehrenämter und Aufgaben, Ansprechpartnerlisten, eine Helferbörse für kurzfristige Unterstützung sowie die Frage, wie neue Engagierte gewonnen werden können, ohne immer dieselben Aktiven zu belasten.

5. Junge Menschen, Familien und generationsübergreifende Angebote
Hier wurden Musik-, Kultur-, Sport- und Freizeitangebote für junge Menschen, Familien und verschiedene Generationen betrachtet. Genannt wurden unter anderem Treffpunkte für Jugendliche und junge Erwachsene, Vereinsangebote, Ferienprogramm, Skaterpark, Pumptrack, Inliner- oder Rollschuhtreffen und Modellflug.

6. Integration, Neubürger, Alltagshilfen und Nachbarschaftshilfe
Dieses Themenfeld nahm Begegnungscafés, Sprachkontakte, gemeinsames Kochen, kulturellen Austausch, Alltagshilfen, Hilfevermittlung und Angebote für Neubürgerinnen und Neubürger sowie Menschen mit Migrationshintergrund in den Blick.

7. Umwelt, Naturschutz und Sauberkeit
Dazu gehörten Stadtputzete, regelmäßige Müllsammelaktionen, Blühflächen, Wildbienenstandorte, Schulgarten, Umweltbildung, Streuobstpflege, ein Mähplan nach Naturschutzgesichtspunkten und Patenschaften für Flächen, Beete oder Wege.

8. Tourismus, Stadtbild und Außenwirkung
Hier ging es um die Sichtbarkeit von Burg, Kultur, Stadtführungen, Gastronomie, Gewerbe und Veranstaltungen sowie um die Frage, wie Weinsberg nach innen und außen stärker wahrgenommen werden kann.

Wichtig war außerdem: Die vorbereiteten acht Themenfelder waren kein starres Raster. Wer ein anderes, bislang nicht genanntes Thema einbringen wollte, konnte dafür einen neuen Thementisch bilden, wenn sich genügend Mitwirkende fanden.

Welche Themen konkret bearbeitet wurden

Im Verlauf des Abends entstanden mehrere Arbeitsgruppen. Einige Gruppen griffen Themen aus den vorbereiteten Thementischen auf, andere konzentrierten sich bewusst auf einen bestimmten Ausschnitt. Ein zusätzlicher Thementisch entstand spontan zum Kinderferienprogramm.

Digitaler Veranstaltungskalender

Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Frage, wie Veranstaltungen in Weinsberg besser sichtbar und besser koordiniert werden können. Ausgangspunkt war der bestehende Veranstaltungskalender im Internet. Diskutiert wurde, wie möglichst alle Angebote gebündelt werden können und wer künftig Veranstaltungen eintragen darf – etwa Stadt, Vereine oder weitere Einrichtungen.

Wichtig war der Gruppe auch, dass der Kalender stärker bekannt gemacht wird. Vereine und Gruppen sollen ermutigt werden, ihre Veranstaltungen tatsächlich einzutragen. Zugleich wurde festgehalten, dass Barrierefreiheit mitbedacht werden muss. Auch gedruckte Auszüge oder andere analoge Informationswege sollen nicht vergessen werden, damit ältere Menschen und Personen ohne digitale Routinen ebenfalls erreicht werden.

Als mögliche Weiterentwicklung wurde eine digitale Lösung mit Filterfunktionen und Push-Benachrichtigungen genannt. Außerdem soll geprüft werden, welche Lösungen andere Städte nutzen, welche Kosten entstehen und ob Fördermittel beantragt werden können. Ziel ist eine zeitgemäße digitale Lösung, möglicherweise über eine App oder eine verbesserte Webplattform.

Helferbörse und Sichtbarkeit der Vereine

Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie Vereine und Initiativen in Weinsberg sichtbarer werden und sich gegenseitig besser unterstützen können. Unter dem Stichwort „Helferbörse“ ging es darum, konkrete Bedarfe öffentlich zu machen: Wo werden helfende Hände gebraucht? Welche Vereine suchen Unterstützung? Welche Aufgaben eignen sich auch für Menschen, die nicht dauerhaft in einen Verein eintreten möchten?

Die Gruppe hielt außerdem fest, dass das gegenseitige Kennenlernen der Vereine wichtig ist. Viele Angebote existieren bereits, sind aber nicht allen bekannt. Ein Austausch über einen runden Tisch oder ein ähnliches Format könnte helfen, Ideen, Bedarfe und Möglichkeiten regelmäßig zusammenzubringen. Angedacht wurde auch, Räume, aktuelle Informationen und konkrete Mitmachmöglichkeiten der Vereine besser öffentlich darzustellen.

Digitale Kulturplattform für Jung und Alt

Eine weitere Gruppe entwickelte die Idee einer digitalen Kulturplattform für Weinsberg. Sie soll Kulturangebote für unterschiedliche Zielgruppen sichtbarer machen – von Musik, Theater und Film über Literatur, Tanz und Kunst bis hin zu einzelnen Terminen und Veranstaltungsformaten.

Dabei ging es nicht nur um eine Terminübersicht. Mitgedacht wurden auch Ressourcen: Welche Menschen, Materialien, finanziellen Mittel und Orte braucht es, um Kulturangebote besser zu ermöglichen? Wer organisiert etwas? Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden? Und wie können Angebote für Jung und Alt gemeinsam gedacht werden?

Die Kulturplattform könnte damit ein Baustein werden, um Kulturschaffende, Vereine, Einrichtungen und interessierte Bürgerinnen und Bürger besser miteinander zu verbinden.

Raumerhebung für Weinsberg und die Teilorte

Ein sehr praktisches Thema war die Raumerhebung für Weinsberg und die Teilorte. Die Idee: Es soll eine Übersicht aller buchbaren Räumlichkeiten entstehen – städtisch, kirchlich und bei Vereinen.

Erfasst werden sollten dabei nicht nur Namen und Adressen, sondern auch Ausstattung, Größe, Konditionen, mögliche Kosten, Versicherungsfragen und Nutzungsverträge. Eine solche Übersicht könnte vielen Gruppen helfen, schneller geeignete Räume zu finden und Veranstaltungen besser zu planen. Gerade für kleinere Initiativen, neue Gruppen oder offene Begegnungsformate ist eine solche Übersicht eine wichtige Grundlage.

Ergänzung des Musikangebots bei Veranstaltungen

Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Frage, wie junge Menschen stärker angesprochen werden können. Vorgeschlagen wurde eine Ergänzung des Musikangebotes bei städtisch organisierten Veranstaltungen mit einem besonderen Fokus auf junge Menschen.

Als Zielgruppe wurden junge Menschen etwa zwischen 16 und 36 Jahren benannt, die Freude an elektronischer Musik, Rap oder DJ-Formaten haben. Die Gruppe sah hier eine Lücke: Junge Menschen sollen stärker Wertschätzung erfahren und als wichtiger Teil der Stadtgesellschaft sichtbar werden.

Als Arbeitstitel wurde „Rave auf der Burg“ festgehalten. Nächste Schritte wären Gespräche mit Rathaus, Jugendhaus und weiteren Verantwortlichen. Benötigt werden Offenheit, Bereitschaft zur Zusammenarbeit, Mut für neue Wege und eine Klärung der organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen.

Integration durch gemeinsames Tun

Sehr konkret wurde die Gruppe zum Thema Begegnungsorte und Integration. Im Mittelpunkt stand nicht ein abstraktes Konzept, sondern gemeinsames praktisches Tun.

Genannt wurden öffentliche Hochbeete in der Sommerzone – im Sinne von Urban Gardening oder Gemeinschaftsgarten. Auch eine Bewirtung in der Sommerzone durch Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund wurde vorgeschlagen. Hier könnte gegebenenfalls Kontakt zu bestehenden Gruppen oder Initiativen aufgenommen werden.

Weitere Ideen waren ein interkulturelles Musikformat sowie ein Sprachtreff oder Tandemformat. Für diese Vorschläge müssen noch Raum, Rahmen und Trägerschaft geklärt werden. Gerade darin liegt aber ein wichtiger nächster Schritt: Begegnung soll nicht nur geplant, sondern durch konkrete gemeinsame Aktivitäten ermöglicht werden.

Stadtputzete, Umweltbildung und Sauberkeit

Auch Umwelt, Naturschutz und Sauberkeit wurden konkret bearbeitet. Unter dem Stichwort „Stadtputzete“ wurde überlegt, wie eine möglichst breite Beteiligung erreicht werden kann – nicht nur durch einzelne Engagierte, sondern durch die gesamte Bürgerschaft und besonders auch durch Schülerinnen und Schüler.

Wichtig war der Gruppe, dass es nicht nur um einmaliges Müllsammeln geht. Ziel soll auch Bewusstseinsbildung sein: Wer selbst mit anpackt, nimmt den öffentlichen Raum anders wahr. Umweltbildung, Naturschutz und Sauberkeit gehören hier zusammen. Eine große Beteiligung kann außerdem dazu beitragen, dass Orte dauerhaft sauberer bleiben.

Spontaner Thementisch: Modellflug im Kinderferienprogramm

Neben den vorbereiteten Themen entstand auch spontan ein neuer Thementisch zum Kinderferienprogramm. Dort wurde ein konkreter Programmpunkt zum Thema Modellflug entwickelt und vorgestellt.

Angedacht ist ein dreiteiliger Ablauf: zunächst eine Demonstration, dann das Basteln eines Wurfgleiters und anschließend – je nach Rahmen und Betreuung – eigenes Fliegen mit Lehrer-Schüler-Begleitung.

Als mögliche Orte wurden der Flugplatz Lehrensteinsfeld/Willsbach oder der Fußballplatz Weinsberg genannt. Gedacht ist das Angebot für Kinder ab acht Jahren, mit einer begrenzten Gruppengröße von maximal sechs Kindern. Vorgesehen wäre eine Dauer von etwa zwei Stunden; bei schlechtem Wetter müsste ein Ersatztermin möglich sein.

Diese Idee zeigt exemplarisch, wie aus einem allgemeinen Themenfeld wie „junge Menschen, Familien und generationsübergreifende Angebote“ sehr schnell ein konkretes, umsetzbares Angebot entstehen kann.

Von der Sammlung zur Zusammenarbeit

Die Ideenbörse zeigte: Aus allgemeinen Themen können konkrete Arbeitsansätze werden, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen und Verantwortung übernehmen. Einige Gruppen haben bereits klare Vorstellungen entwickelt. Andere werden ihre Ideen in den kommenden Wochen weiter ausarbeiten.

Wichtig ist nun, dass die Arbeitsgruppen nicht nebeneinanderher arbeiten. Deshalb findet am Montag, 20. Juli, um 19 Uhr ein erstes Austauschtreffen der Arbeitsgruppen statt. Treffpunkt ist der Helfenstein-Keller der Baukelter in Weinsberg.

Bei diesem Treffen sollen die Gruppen berichten, was sich seit der Ideenbörse entwickelt hat, wo Unterstützung gebraucht wird und welche Überschneidungen es mit anderen Gruppen gibt. So können sich die Arbeitsgruppen gegenseitig Impulse geben und ihre nächsten Schritte besser abstimmen.

Ein weiteres Austauschtreffen folgt nach den Sommerferien am 24. September. Voraussichtlich am 9. Oktober ist ein abschließendes internes Treffen geplant. Dabei soll vorbereitet werden, wie sich die Arbeitsgruppen bei der öffentlichen Veranstaltung am 23. Oktober präsentieren.

Dort sollen erste Ergebnisse, Ziele und nächste Schritte vorgestellt werden. Die Ideenbörse war damit kein Abschluss, sondern der Übergang von der Sammlung zur konkreten Zusammenarbeit.

Aus Ideen werden nächste Schritte: Jetzt zur Ideenbörse anmelden

Die Ideenbörse geht in knapp einer Woche weiter

Nach der gut besuchten Auftaktveranstaltung zur Vernetzung in Weinsberg geht es jetzt in die nächste Runde: Am Montag, 22. Juni 2026, um 19 Uhr findet im Evangelischen Erhard-Schnepf-Haus die Ideenbörse statt.

Bis dahin ist es nur noch gut eine Woche. Deshalb bitten wir alle Interessierten: Melden Sie sich jetzt zur Ideenbörse an und teilen Sie uns mit, welche Themen Ihnen besonders wichtig sind.

In den vergangenen Tagen haben wir die Planung noch einmal weiterentwickelt. Aus den vielen Rückmeldungen der Auftaktveranstaltung ist deutlich geworden: Es geht nicht nur darum, Themen zu sammeln. Entscheidend ist jetzt, welche Anliegen gemeinsam vertieft werden können – und wo sich Menschen finden, die miteinander weiterdenken und vielleicht auch weiterarbeiten möchten.

Die Ideenbörse wird deshalb bewusst offen gestaltet. Es wird vorbereitete Themenbereiche geben, die sich aus den Ergebnissen der Auftaktveranstaltung ergeben. Gleichzeitig können verwandte Themen zusammengeführt werden. Nicht jedes Anliegen muss sofort zu einer festen Arbeitsgruppe werden. Manchmal ist zunächst ein gemeinsamer Austausch der richtige nächste Schritt: Wer interessiert sich ebenfalls dafür? Was wurde bisher schon besprochen? Welche Ideen gibt es bereits?

Ziel des Abends ist es, konkrete nächste Schritte sichtbar zu machen. Das können Thementische, lockere Gesprächsrunden, kleinere Arbeitsgruppen oder auch Hinweise auf Themen sein, die später weiter aufgegriffen werden sollten.

Die Anmeldung hilft uns bei der Vorbereitung der Tische und Tafeln. Außerdem können Sie dort angeben, welche Themen Sie besonders interessieren.

Bitte melden Sie sich möglichst bald an:

 

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Die Ideenbörse ist Teil des Projekts „Vernetzung in Weinsberg“. Das Projekt wird unterstützt von der Allianz für Beteiligung e.V. und dem Staatsministerium Baden-Württemberg.

Auftakt zur Vernetzung in Weinsberg: Viele Ideen für mehr Miteinander

Am Freitag, 22. Mai 2026, fand in der Hildthalle die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Vernetzung in Weinsberg“ statt. Eingeladen hatte Wir in Weinsberg e. V. Ziel des Abends war es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Einrichtungen, Stadtverwaltung, Kulturschaffenden und weiteren Engagierten zu sammeln, was in Weinsberg bereits gut funktioniert, wo Verbesserungsbedarf besteht und welche Ideen konkret weiterentwickelt werden sollten.

Nach der Begrüßung und einem Grußwort von Bürgermeisterin Birgit Hannemann führte Martin Keller-Combé durch den Abend. Er machte deutlich, dass es bei dem Projekt nicht um fertige Lösungen von oben geht, sondern um einen offenen Beteiligungsprozess: Welche Formen von Vernetzung sind für Weinsberg sinnvoll, praktikabel und langfristig tragfähig?

Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass es in Weinsberg bereits sehr viele Angebote, Veranstaltungen, Initiativen und engagierte Menschen gibt – diese aber nicht immer sichtbar genug sind oder gut genug miteinander verbunden werden. Genannt wurden unter anderem bessere Abstimmung von Veranstaltungsterminen, ein leichterer Austausch zwischen Vereinen und Gruppen, sichtbare Engagementmöglichkeiten, zugängliche Treffpunkte sowie digitale Möglichkeiten zur Information und Vermittlung.

In zwei Arbeitsphasen sammelten die Teilnehmenden ihre Einschätzungen und Ideen auf Karten. Dabei wurde unterschieden zwischen dem, was bereits gut läuft, dem, was besser werden könnte, und konkreten Verbesserungsvorschlägen. Die Auswertung zeigt mehrere klare Schwerpunkte:

Besonders häufig ging es um Information, Kommunikation und Abstimmung. Viele wünschen sich eine bessere Übersicht über Veranstaltungen, Angebote, Räume und Ansprechpartner. Auch eine digitale Plattform oder ein gemeinsamer Kalender wurden als mögliche Bausteine genannt.

Ein weiterer Schwerpunkt waren Treffpunkte und Begegnungsorte – sowohl im Freien als auch in bestehenden Räumen. Diskutiert wurden unter anderem niedrigschwellige Begegnungsangebote, Bewegungsrunden, ein „Schwätzwinkel“, nutzbare Räume für Gruppen und Vereine sowie Orte, an denen Menschen unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen können.

Auch Angebote für junge Menschen spielten eine wichtige Rolle. Genannt wurden unter anderem Pumptrack, Skaterpark, Ferienprogramm, Modellflug, Treffpunkte für junge Erwachsene sowie der Wunsch, Jugendliche bei Veranstaltungen stärker mitzudenken.

Weitere Themen waren Umwelt und Natur, etwa mehrjährige Blühflächen, Schulgarten, Stadtputzete oder Baumpflanzaktionen, außerdem Integration von Neubürgerinnen und Neubürgern, Alltagshilfen und Nachbarschaftshilfe sowie die Frage, wie vorhandene Hilfsangebote besser auffindbar und vermittelbar werden können.

Am Ende des Abends standen keine fertigen Beschlüsse, aber viele konkrete Ansatzpunkte. Genau das war das Ziel: sichtbar machen, welche Themen in Weinsberg bewegen, welche Ideen bereits vorhanden sind und wo Menschen bereit sind, weiter mitzudenken

Der nächste Schritt ist die Ideenbörse am Montag, 22. Juni 2026, in der Sommerzone. Dort sollen ausgewählte Themen vertieft und nach Möglichkeit in konkrete Projektideen oder Arbeitsgruppen überführt werden.

Das Projekt „Vernetzung in Weinsberg“ wird unterstützt von der Allianz für Beteiligung e. V. und dem Staatsministerium Baden-Württemberg im Rahmen des Programms Nachbarschaftsgespräche.

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Vernetzung in Weinsberg: Auch wer am 22. Mai nicht kann, kann mitmachen

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In knapp zwei Wochen startet mit der Auftaktveranstaltung am Freitag, 22. Mai 2026, um 19 Uhr in der Hildthalle das Projekt „Vernetzung in Weinsberg“. Bisher haben sich bereits 33 Bürgerinnen und Bürger aus Vereinen, Verwaltung, Institutionen und der Stadtgesellschaft angemeldet.

Das ist ein guter Anfang. Gleichzeitig hoffen wir, dass noch mehr Menschen aus Weinsberg, Gellmersbach, Grantschen, Wimmental und vom Weissenhof ihr Interesse zeigen. Denn das Projekt lebt davon, dass möglichst viele unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen: aus Vereinen und Initiativen, aus sozialen Einrichtungen, aus Kultur, Gewerbe, Verwaltung und Bürgerschaft – und auch von Menschen, die bisher noch nicht fest eingebunden sind, aber Ideen oder Interesse haben.

Der Termin passt nicht? Dann trotzdem eintragen

Uns ist bewusst: Der Termin am 22. Mai liegt für manche ungünstig. Rund um den Ferienbeginn sind einige bereits unterwegs oder können aus anderen Gründen nicht teilnehmen.

Das sollte aber niemanden davon abhalten, sich in das Projekt einzubringen. Die Veranstaltung am 22. Mai ist nur der Auftakt. Das Projekt selbst läuft bis Ende Oktober 2026. In dieser Zeit sollen Ideen gesammelt, Themen vertieft, Kontakte geknüpft und konkrete Ansätze für eine bessere Vernetzung in Weinsberg entwickelt werden.

Eine weitere Folgeveranstaltung unter dem Stichwort „Ideenbörse“ ist bereits für Montag, 22. Juni 2026, angedacht – abhängig davon, welche Themen und Bedarfe sich bei der Auftaktveranstaltung ergeben.

Weitere Informationen zum Projekt, zu den Zielen und zum geplanten Ablauf finden sich in unseren Fragen und Antworten zur Vernetzung in Weinsberg:
https://weinsberg.info/fragen-und-antworten/

Anmeldung auch ohne Teilnahme an der Auftaktveranstaltung möglich

Das Anmeldeformular wurde jetzt so umgestaltet, dass es nicht nur für die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung am 22. Mai genutzt werden kann.

Wer an diesem Abend keine Zeit hat, kann im Formular die Anzahl der teilnehmenden Personen einfach auf 0 setzen und trotzdem angeben, dass er oder sie über den weiteren Verlauf des Projektes informiert werden möchte, Interesse an späteren Treffen oder Workshops hat oder eine eigene Idee in das Projekt einbringen will.

Auch erste Themenvorschläge können dort bereits genannt werden. Genau solche Rückmeldungen sind wichtig, damit aus dem Projekt nicht nur ein einzelner Abend, sondern ein echter Beteiligungsprozess für Weinsberg wird.

Eigene Ideen ausdrücklich erwünscht

„Vernetzung in Weinsberg“ soll nicht nur darüber sprechen, was fehlt. Es soll auch ermöglichen, dass aus Ideen konkrete nächste Schritte werden.

Wer ein Thema einbringen, einen Workshop mitorganisieren oder ein kleines Treffen zur Vernetzung anstoßen möchte, kann sich melden. Im Rahmen der Projektmittel kann – soweit möglich und passend zum Projektziel – auch Unterstützung für Material, Organisation oder ähnliche Bedarfe geprüft werden. Bei der Suche nach einem geeigneten Raum für ein Treffen sind wir ebenfalls gerne behilflich.

Wichtig ist: Die Ideen müssen nicht perfekt ausgearbeitet sein. Oft reicht ein erster Gedanke, ein Bedarf oder eine Beobachtung. Im Austausch mit anderen kann daraus mehr entstehen.

Jetzt Interesse zeigen

Wir würden uns freuen, wenn sich möglichst viele Menschen eintragen – auch dann, wenn sie am 22. Mai nicht persönlich dabei sein können. Jede Rückmeldung zeigt: Es gibt Interesse daran, gemeinsam in Weinsberg etwas voranzubringen.

Zum Anmeldeformular:
https://weinsberg.info/anmeldung-auftaktveranstaltung/

Das Projekt „Vernetzung in Weinsberg“ wird im Rahmen des Programms Nachbarschaftsgespräche von der Allianz für Beteiligung e. V. und dem Staatsministerium Baden-Württemberg unterstützt.